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Von Downsizing spricht man bei einem Auto, wenn dessen verbrennungsmotor im Hinblick auf Hubraum und/oder Leistung kleiner ausgelegt ist als in der jeweiligen Fahrzeugklasse üblich.
Vorteile (außer Kfz-Steuer-Einsparung wg. Hubraumverkleinerung):
- Gewichtseinsparung (weniger „Fleisch“ am Motorblock)
- Optimierung des Verbrennungsmotors durch
- Verringerung der internen Reibung
- Betriebspunktverlagerung zu höherer Motorlast = weniger Drosselverluste bei Teillastbetrieb
- Resultat: Verbesserung des internen Wirkungsgrades, mithin weniger Verbrauch
Die Hubraum-Defizite durch Downsizing werden durch andere motorische Maßnahmen ausgeglichen, z.B. durch Aufladung oder Hybridisierung.
Hybridkonzepte erleichtern das Downsizing von Verbrennungsmotoren, da die mg einen Teil der wegfallenden Leistung beisteuern können - zumindest, solange der soc in der hybrid-batterie reicht.
Beispiele für Downsizing
Der honda civic_ima ist ein gutes Beispiel für Downsizing, da es den Civic auch in einer Normalversion mit einem 1,6-Liter 90-PS-Motor gibt. Als ima-Version hat er nur 1,3 Liter und 83 PS; der E-Motor steuert ca. 9 PS bei. Der ECE-Normverbrauch (Mix) sinkt von 6,5 Liter beim konventionellen Motor auf 4,9 Liter beim IMA-Motor. Das entspricht fast 25% Minderverbrauch.
Beim neuen Civic Hybrid (Modell 2006) wird sogar ein Mix-Verbrauch von 4,6 Liter realisiert, trotzdem die Leistung der Motoren (und wohl auch das Fahrzeuggewicht) gesteigert wurde. Die Systemleistung insgesamt stieg auf 115 PS.
Der neue Golf V GT TSI hat zwar nur 1,4l Hubraum bietet aber dank zweistufiger Aufladung eine wesentlich höhere Leistung als ein vergleichbarer Motor selbiger Hubraumklasse ohne Aufladung.
Der normale 1,4l Motor hat 75PS und der 1,4l im GT 170PS. Damit hat er Leistungsdaten eines größeren Motors, nur mit geringerem Verbrauch.